Blog

Sheabutter-Cluster in Ghana

Heute mal ein Blick über insbesondere geografischen Tellerrand: Auch in Ghana gibt es Cluster! Davon konnte ich mich im Oktober selbst überzeugen, als ich mit Freunden Ghana bereist habe. Dort machten wir u. a. Station bei der Organisation Girls Growth & Development (GIGDEV) (http://www.gigdevgh.org) in einem Vorort der Stadt Tamale. GIGDEV unterstützt junge Mädchen und Frauen durch Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten. Einige der Frauen arbeiten bei der Tungteiya Shea Butter Extraction Women´s Association, einer lokalen Frauenvereinigung zur Produktion von Sheabutter. Hier haben wir einen direkten Einblick in Sheabutterproduktionsprozess bekommen.

Den kompletten Prozess zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen, hier aber mal ein paar Einblicke: Sheanüsse wachsen dort in der Region an Bäumen und werden nach der Ernte zunächst getrocknet, zerstampft und „gekocht“. Es entsteht eine Masse, die erst mal aussieht wie Mousse au Chocolat und auch ein bisschen so duftet. Einige Frauen rühren diese Masse dann stundenlang. Später trennt sich die Buttermasse von der restlichen Nusskonsistenz und wird in große Tüten und Kartons abgepackt – das sieht dann wie eine Teigmasse aus. Diese kann man schon direkt für die Pflege der Haut verwenden und das machen in Ghana auch viele so.

Neben lokalen Konsumenten wird der größte Teil der hier abgepackten Sheabutter an einen großen Abnehmer geschickt, und zwar Bodyshop in den Niederlanden. Hier wird die Sheabutter weiter zu den Produkten verarbeitet, wie man sie dann in ganz Europa in den Bodyshop-Läden kaufen kann. Hier informiert Bodyshop auch selbst über die Zusammenarbeit mit der Tungteiya Association in Ghana. (http://www.thebodyshop-usa.com/browse/ingredient_detail.jsp?ingredientId=500208)

Die hier beschriebene Sheabutter-Produktionsstätte ist eine von vielen in der Region. Zu der Tungteiya Assocation gehören, wenn ich mich richtig erinnere, insgesamt elf Produktionsstätten, die in verschiedener Hinsicht kooperieren. Beispielsweise organisieren sie gemeinsame Bildungsmaßnahmen und arbeiten zur Qualitätssicherung mit einer ghanaischen Universität zusammen. Es ist erfreulich zu sehen, wie in diesem Cluster insbesondere die Frauen ihre Lebensbedingungen selbst mit verbessern konnten – also ein guter Beweis dafür, dass Cluster tatsächlich zur Wohlstandsmehrung beitragen können.