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Think Tank für neue Projekte in der Wissensregion

Was kann und muss man tun, damit es auch zukünftig attraktiv ist, in der Region FrankfurtRheinMain zu arbeiten, zu lernen und zu leben? So würde ich kurz und knapp die Leitfrage bezeichnen, unter der in diesem Jahr bereits einige Workshops des Think Tanks von der Initiative Wissensregion FrankfurtRheinMain durchgeführt wurden. Ziel ist es, „Wissen und Bildung“ als strategisches Handlungsfeld in der Regionalentwicklung zu etablieren. Die Workshops starten meist mit spannenden Impuls-Vorträgen zu Projekten und Initiativen aus der Region. So wurden in der Vergangenheit z. B. eine Initiative zur Unterstützung hochqualifizierter Paare beim Neustart in der Region, eine Studie zu transnationalem Unternehmertum in der Region und ein Unternehmensansatz mit sozialer Nachhaltigkeit als Alleinstellungsmerkmal präsentiert.

An die Impulsvorträge schließt sich die eigentliche Workshoparbeit an: So wurden in jedem Workshop Indikatoren für die geplante Neuauflage der Wissensbilanz FrankfurtRheinMain vorgestellt und durch die Teilnehmer bewertet und diskutiert. Dabei stehen vor allem Fragen nach der Aufstellung geeigneter Indikatoren und der Vergleichbarkeit mit anderen Metropolregionen im Raum. Im letzten Workshop beispielsweise ging es um das Thema Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Wie kann man Fortschritte in diesem Vernetzungsprozess messen? Mit der Entwicklung der Zahl der Stiftungslehrstühle an Hochschulen oder der Zahl von Cluster- und Netzwerkinitiativen? Es ist wirklich sehr kniffelig. Über die Herausgabe der ersten Wissensbilanz für die Region hatte ich hier im Blog übrigens schon im November 2010 berichtet.

Zugleich geht es in den Workshops auch um konkrete Ideen für machbare Projekte, die der Region zugutekommen. So wurden beispielsweise schon eine „Nacht der Innovation“ oder ein regionales „Zentrum für Unternehmensgründungen“ vorgeschlagen. Letzten Endes sollen die Teilnehmer gemeinsam entscheiden, welche Projektideen umgesetzt werden, und sich dann natürlich auch in die Umsetzung einbringen.

An den Workshops beteiligen sich zahlreiche Akteure aus der bundeslandübergreifenden Rhein-Main-Region, die sich bekanntlich über Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz und  Bayern erstreckt: Vertreter von Kommunen, Kammern, Ministerien, Verbänden, Stiftungen, Hochschulen, Netzwerkinitiativen, Unternehmen und anderen interessierten Organisationen. Engagierte neue Mitstreiter sind grundsätzlich immer willkommen. Ich selbst nehme gern an den Think Tank Workshops teil, nicht nur deshalb, weil man hier immer wieder interessante und interessierte Gesprächspartner trifft, sondern auch, weil man hier die Möglichkeit hat, in lockerer Atmosphäre über neue Projekte nachzudenken.