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Cluster in Jordanien, Ghana, Vietnam …

Gestern hatte ich die Ehre und das Vergnügen, ein Diskussionsforum zu moderieren, bei dem es um die Förderung von Wissenstransfer in Clustern ging. Und zwar weniger um Cluster in Deutschland, sondern in Entwicklungsländern. Das Forum war Bestandteil einer exklusiven Dialogveranstaltung, die die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit giz in Kooperation mit dem Hessischen Wirtschaftsministerium (HMWVL), dem House of Logistics and Mobility (HOLM) und der European Water Partnership (EWP) organisiert hatte. Die giz und ihre Veranstaltungspartner hatten rund 50 Experten aus Algerien, Ghana, Indien, Italien, Jordanien, Marokko und Vietnam sowie Deutschland eingeladen um zu diskutieren, wie Cluster gestärkt werden können und inwiefern eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den genannten Ländern dabei helfen könnte. Das Ganze fand im HOLM-Forum am Frankfurter Flughafen statt.

In meinem Forum sollte ich gemeinsam mit den Teilnehmern diskutierten, welche Kategorien von Wissen (Branchenbezogen? Clusterbezogen? Anderes?) für sie interessant und wichtig sind, welche Arten von Wissenstransfer erfolgreich sind und zukünftig stärker genutzt werden sollten und wie zukünftige Kooperationen aussehen sollten, um breiten Zugang zu Wissen zu gewährleisten. Aus Sicht der Teilnehmer aus den Entwicklungsländern zeichneten sich dabei einige Punkte ab, die übereinstimmend als höchst relevant eingeschätzt werden – hier seien beispielhaft drei genannt: So stehen beispielsweise Kooperationen zwischen Unternehmen und (einheimischen) Hochschulen in der Regel noch ganz am Anfang, oft sind sie noch gar nicht existent. Zudem fehle immer noch zu oft länder- und kulturspezifisches Wissen. Und schließlich ist mehr Wissen über bestehende Online-Vernetzungsplattformen und Kontaktverwaltungssysteme nötig, wobei es nicht darauf ankommt, neue aufzubauen, sondern möglichst bereits bestehende zu nutzen. Klingt eigentlich nach umsetzbaren Maßnahmen, oder?

Sehr gefreut hat mich, dass jeweils erst am Ende der beiden Forumsrunden – jedes der drei auf der Veranstaltung angebotenen Diskussionsforen wurde zwei Mal durchgeführt – die Teilnehmer darauf kamen, dass ein großes Problem natürlich auch die Finanzierung von Fördermaßnahmen sei. An Geld mangelt es natürlich immer, und gerade deshalb ist es gut, wenn zunächst andere Möglichkeiten besprochen werden. In jedem Fall wurden bereits direkt auf der Veranstaltung neue Absprachen und Vereinbarungen zwischen einigen Teilnehmern getroffen so dass man getrost davon ausgehen kann, dass die Veranstaltung ihr Ziel erreicht hat.

Von Manuela Wehrle moderiertes Diskussionsforum zum Thema Wissenstransfer in Clustern

Von Manuela Wehrle moderiertes Diskussionsforum zum Thema Wissenstransfer in Clustern
Bildnachweis: Jürgen Schultheis / House of Logistics and Mobility