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Der Weihnachtsmann als Vorbild für erfolgreiche Unternehmen – und Regionen?

Kürzlich habe ich im Manager Magazin einen Artikel darüber entdeckt, was global agierende Konzerne vom Weihnachtsmann lernen können. Und habe festgestellt, im Prinzip kann man die in fünf Regeln formulierten Erkenntnisse auch auf Regionen oder Standorte übertragen:

1. Sich auf den Kern des Geschäfts konzentrieren: Der Weihnachtsmann macht nichts anderes als Weihnachten, während viele Unternehmen oft neue Schwerpunkte in ihrer Geschäftstätigkeit festlegen, davon jedoch letzten Endes kaum profitieren. Genauso kann es sich mit (Wirtschafts-)Regionen verhalten: Wenn diese sich auf bestimmte Branchen oder Attraktionen konzentrieren, werden sie darin oftmals immer besser und bekannter. Was direkt  zur nächsten Regel führt:

2. Wiedererkennungswert schaffen: Der Weihnachtsmann hat (zumindest in unserer Vorstellung) schon immer einen langen weißen Bart, roten Mantel und rote Mütze. Daran erkennt ihn, zumindest in unseren Breitengraden, jeder Mensch sofort, und er ist glaubwürdig. Zahlreiche Unternehmen verwenden auch schon lange bestimmte Farben, Formen und Schriften und haben einen dementsprechend hohen Wiedererkennungswert. Bei Regionen und Standorten sind es vielleicht bestimmte Gebäude oder Pflanzen oder Tiere, die sie unverkennbar machen, siehe zum Beispiel die Skyline von Frankfurt.

3. Die hohe Bedeutung junger Kunden erkennen: Ich behaupte mal, dass alle kleinen Kinder an den Weihnachtsmann glauben, sie vertrauen ihm ihre Wünsche an und haben Respekt vor ihm. Auch Unternehmen wissen darum, wie wichtig es ist, Kunden schon im jüngstmöglichen Alter an ihre Produkte zu gewöhnen – man denke nur an die Metzger, die kleine Kinder beim Einkauf mit einer geschenkten Scheibe Wurst glücklich machen. Tja, und Regionen? Heutzutage wollen alle Regionen attraktiv gerade für junge Menschen sein. Vor allem einige Großstädte schaffen das ganz gut, ansonsten ist es jedoch ziemlich schwierig.

4. Die Pflege von Mythen betreiben: Der Weihnachtsmann hat eine große Wichtelschar, die ihm bei der Bearbeitung der Weihnachtspost hilft, und er hat auch seine Helfer zum Verteilen der Geschenke. Darauf warten die Kinder jedes Jahr sehnsüchtig. Auch einige Unternehmen schaffen es immer wieder, dass ihre Kunden sehnsüchtig auf (neue) Produkte warten. Das funktioniert beispielsweise in der Mode- und der Automobilindustrie ganz gut. Wenn Regionen eigene Mythen pflegen, fördert das die Identifizierung der Bevölkerung mit ihren Wohnorten, und so freuen diese sich beispielsweise auf die jährliche Kirmes oder ähnliches.

5. Langfristiges Handeln leben: Der Weihnachtsmann weiß genau, dass jedes Jahr zum 24. Dezember die Geschenke bei den Kindern sein müssen, und richtet seine Planung darauf aus – man könnte auch behaupten, er richtet alles darauf aus, seine „Kunden“ glücklich zu machen. In der Unternehmenswelt gibt es solche und solche: Kurzfristig denkende, die die Forderungen ihrer Aktionäre erfüllen (müssen), aber auch langfristig denkende, zum Beispiel viele Familienunternehmen, die das Unternehmen als Ganzes langfristig erhalten möchten. Für Regionen muss langfristiges Handeln ein Grundsatz jedes Handelns sein, möchte doch jede Region und auch jeder Standort in auch in Jahrzehnten noch existieren.

Sicherlich könnte man diese Liste noch um weitere Regeln ergänzen, aber ich denke, das ist hier nicht nötig. Bleibt nur übrig, Ihnen, meinen Lesern, schöne und zugleich erholsame Weihnachten sowie alles erdenklich Gute für das neue Jahr zu wünschen. Und wenn Sie im kommenden Jahr über der Strategie für Ihr Unternehmen oder Ihre Region brüten, denken Sie doch einfach mal an den Weihnachtsmann und lassen sich von ihm inspirieren …

Hier geht es übrigens zu dem erwähnten Artikel im Manager Magazin.