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Metropolregion in aller Munde

Bereits seit 20 Jahren ist Rhein-Main offiziell eine Metropolregion. Bereits vor so langer Zeit hat man beschlossen, dass Gemeinden und Kreise aus dem südlicheren Hessen, dem Osten von Rheinland-Pfalz und dem nordwestlichsten Bayern zusammengehören. Eine recht heterogene Menge, wenn man Darmstadt mit Offenbach, den Odenwald mit der Wetterau oder auch Mainz mit Frankfurt vergleicht. Doch mit der „Erklärung zur Zukunft der Metropolregion“ in der Paulskirche am Tag der Metropolregion (17. April 2015) hat man es geschafft, dieser heterogenen Gruppe wieder eine identitätsstiftende Gemeinsamkeit, basierend auf der alten Idee, zu geben.

Seit dem läuft so einiges in der Metropolregion ab, gerade was die Zukunftspläne angeht, und der frische Wind wird produktiv umgesetzt. Das mediale Echo sorgte so auch dafür, dass zwei Master-Studenten der Humangeographie der Universität Marburg sich das Ganze einmal genauer anschauten, vielleicht auch gerade deswegen, weil Marburg zwar nahe liegt, aber nie wirklich zur Metropolregion dazugezählt wurde.

Das Generelle über die Region in Zahlen und Fakten war, dank einer guten Datengrundlage der Ämter und Organisationen der Region, recht einfach zu beschreiben. Schwieriger entpuppte sich eine genauere Betrachtung der Kommunikationswege und Vernetzungen innerhalb der Region. Wo Rhein-Neckar dank einer gut konstituierten Organisation schnell zu verstehen ist, ist das Wirrwarr der Rhein-Main-Netzwerke und Initiativen eine etwas toughere Herausforderung für „Oigeplackte“.

Um sich solche Netzwerkstrukturen genauer anzuschauen, wurde exemplarisch das Wissensportal der Wissensregion FrankfurtRheinMain ausgewählt. Mit Branchenberichten, Wissensbilanzen und einer Vielzahl von Veranstaltungen versuchte es, die doch sehr wissensreiche Region FrankfurtRheinMain zu vernetzen und öffentlich sichtbar zu machen. Es wurden mehrere Interviews mit Vertretern der Region, unter anderem der FrankfurtRheinMain GmbH, der Wirtschaftsinitiative und dem Regionalverband geführt. Ebenfalls wurden Beziehungen und Netzwerkverpflechtungen erfragt und kritisch hinterfragt. Bereits jetzt steht fest, dass FrankfurtRheinMain immer noch jede Menge Sprengstoff beinhaltet, die das Konstrukt riskant werden lassen. Doch der Wille zur Region überwiegt. Die endgültigen Ergebnisse stehen noch aus, doch diese Arbeit dürfte nicht die letzte gewesen sein, wenn die Metropolregion so weiter macht.

Mein Name ist Tobias Meier und seit dem 15. Juli mache ich bei region+projekt ein dreimonatiges Praktikum. Ich studiere den Masterstudiengang „Human Geography: Innovation and spartial impact“ an der Philipps Universität Marburg, zähle mich aber als Königsteiner aus dem schönen Taunus immer noch zum RheinMain-Gebiet.