Blog

Mit neuen Ideen zur Start-up-Region? Das Gründungsgeschehen in FrankfurtRheinMain

Insgesamt ist das Gründungsgeschehen in Deutschland laut der KfW weiterhin rückläufig. Keine gute Nachricht, wenn doch gerade das Thema Gründungen und Start-ups immer mehr an Bedeutung gewinnt. Es ist bekannt, dass Gründer- und gründungsrelevante Zahlen in Deutschland in der Regel in Berlin und Hamburg Höchstwerte erreichen. Zugleich gibt es sie natürlich, die Menschen, die trotzdem oder gerade in FrankfurtRheinMain gründen, und sie werden immer besser sichtbar. Es tut sich also einiges hier in der Region, und zwar nicht nur „gefühlt“, sondern auch „belegt“:

So wurde Frankfurt vor kurzem erstmalig im City-Ranking des Global Startup Ecosystem Reports erwähnt. Hier punktet Frankfurt mit seinen Talenten, der Gründungserfahrung sowie dem Engagement der hier ansässigen Unternehmen. Neben dem wachsenden Potenzial und der Professionalität von Start-ups aus Frankfurt wird insbesondere die Stärke der Finanztechnologie-Szene (kurz: FinTech) hervorgehoben.

Diese Szene wird derzeit intensiv durch große Banken und weitere Initiativen gefördert, darunter beispielsweise das TechQuartier. Mit Hilfe von Inkubatoren und Wagniskapital versuchen Banken und Finanzgruppen, die Gründung von FinTech-Unternehmen attraktiv zu gestalten. Dies hat sicherlich mit dazu beigetragen, dass deren Zahl ansteigt und Rhein-Main neben Berlin deutscher FinTech-Hotspot ist. Laut einer Studie von E&Y von November 2016 sind in Berlin 87 und in Rhein-Main-Neckar 81 FinTechs aktiv, davon die meisten in der Stadt Frankfurt.

Um Gründer, Start-ups und junge Unternehmen – nicht nur im FinTech-Sektor – zu unterstützen, werden beispielsweise Netzwerkveranstaltungen durchgeführt, moderne Arbeitsplätze bereitgestellt oder Know-how gezielt vermittelt. Zu Beispielen für Veranstaltungen zählen das Frankfurter Gründergrillen, der Wiesbadener Gründerstammtisch oder der Gründermarkt in Mainz. Eines der größten Events der kommenden Monate wird die „Start-Up-Safary“ sein. Diese wird am 27. und 28.9.2017 erstmals in der Rhein-Main-Region stattfinden. Auf zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen in Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und Darmstadt wird es Einblicke in das Startup-Ökosystem der Region geben. Unter „Startup-Ökosystem“ wird die Gesamtheit aus Infrastruktur, Wissen und etablierten Netzwerken von und für Gründer in einer Region verstanden. Die Startup-Safary wird also Gelegenheit geben, Initiativen, Räume und Angebote für Gründer kennenzulernen.

Beim Thema Raum- und Arbeitsplatzkonzepte für Gründer und junge Unternehmen wird derzeit in der Region ordentlich „aufgerüstet“. Beispielhaft möchte ich „Co-Work & Play“ und „Tatcraft“ nennen. „Co-Work & Play“ ist ein Coworking Space in Frankfurt, der neben Platz zum Arbeiten auch eine flexible Betreuung für Kinder verschiedener Altersgruppen bietet. Ähnlich wie ein Coworking Space funktioniert „Tatcraft“, jedoch mit dem Unterschied, dass es sich weniger um eine Büroarbeitsstätte, sondern vor allem um eine große, gewerke-übergreifende Werkstatt handelt, in der die Mitglieder sich Maschineninfrastruktur und Produktionskapazitäten teilen.

Es tut sich also viel in der Gründer- und Unternehmerszene in FrankfurtRheinMain und man kann davon ausgehen, dass die Dynamik sich in der nächsten Zeit weiter an Fahrt aufnehmen wird. Vielleicht wird eines Tages auf die Frage, wo sich die Gründerhotspots in Deutschland befinden, ja auch FrankfurtRheinMain genannt.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *