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Gründerkultur an Hochschulen

Vor wenigen Tagen hat das Bundeswirtschaftsministerium die Gewinner des Wettbewerbs „EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule“ ausgezeichnet: die Uni Oldenburg, die FH München und die TU Berlin. Diese Unis und Hochschulen haben aus Sicht der Jury die überzeugendsten Strategien für nachhaltige und sichtbare akademische Gründungsförderung entwickelt. Zudem wurden die TU Dortmund, die Uni Düsseldorf, die Uni Halle-Wittenberg, die Uni Jena, die TU München, die Uni Potsdam und die Ostfalia Hochschule zur finanziellen Förderung durch das EXIST-Programm ausgewählt.

Was jemandem aus der Region FrankfurtRheinMain sofort auffallen muss: Es ist keine Uni oder Hochschule aus unserer Region unter den Gewinnern vertreten. Das war auch schon nicht der Fall bei der Vorauswahlrunde, in der von 83 eingereichten Ideenskizzen 24 Hochschulen für die zweite Wettbewerbsrunde ausgewählte wurden. Angebote in der Region gibt es auf jeden Fall, so z. B. die UniTechSpin-Gründerberatung der TU Darmstadt oder den Unibator der Uni Frankfurt. Vielleicht können sich in der nächsten Wettbewerbsrunde, die im September 2011 startet, ja auch Hochschulen und Unis aus Rhein-Main profilieren.

Wie sich Hochschulen in den neuen Bundesländern des Themas Gründungsförderung angenommen haben, wird derzeit im Rahmen einer OECD-Studie untersucht, die ich begleiten darf. In den vergangenen Jahren haben wir im Rahmen der OECD-Studie u. a bereits mit der TU Berlin und der Uni Halle-Wittenberg zusammengearbeitet und waren beeindruckt davon, mit welchem Engagement diese Unis sich für eine Stärkung der Gründerkultur einsetzen.

Derzeit untersuchen wir die Gründungsförderungsaktivitäten der TU Ilmenau und der FH Schmalkalden und haben auch hier spannende Aktivitäten vorgefunden: So wurde im Frühjahr 2011 von Studierenden und Mitarbeitern der TU Ilmenau ein eigener Verein, das Gründerforum Ilmenau e.V., gegründet, der sich gemeinsam mit der TU im Rahmen der Initiative auftakt. der Förderung von Unternehmertum und Unternehmensgründungen verschrieben hat. In den nächsten Monaten werden wir weitere Hochschulen und Unis näher untersuchen und ich werde an dieser Stelle von Zeit zu Zeit darüber berichten. Allgemeine Infos zu dem OECD-Projekt gibt es hier: www.oecd.org/site/0,3407,en_21571361_38013663_1_1_1_1_1,00.html