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Ostsee-Feeling in Frankfurt?

Ostsee und Frankfurt/Main – die zwei Wörter passen auf den ersten Blick gar nicht zusammen. Da jedoch gerade Ferien- und Sommerzeit ist (auch wenn leider das Wetter nicht ganz mitspielt) möchte ich meinen Lesern verraten, wo ich hier einen Zusammenhang sehe. Ich meine nicht die Beachclubs in und um Frankfurt, an denen bei schönem Wetter natürlich gern einmal Urlaubsgefühle aufkommen können. Sondern ich spreche von der Schwanheimer Düne. Diese habe ich vor kurzem erstmals durchwandert.

Die Stadt Frankfurt informiert auf ihrer Webseite über die Entstehung der Düne: „Die Schwanheimer Düne zählt zu den wenigen europäischen Binnendünen. Sie entstand nach der letzten Eiszeit aus Sanden, die aus dem Flussbett des Mains verweht wurden. Anschließend wuchs ein Wald darauf. Im vorletzten Jahrhundert rodeten Bauern den Wald und legten Kirschbaumwiesen an. Mehrere Trockenperioden beendeten diese Versuche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Düne lag brach und begann zu wandern. Zwischen 1882 und 1890 strandete sie dann an ihrer jetzigen Stelle.“

Beim Wandern durch die Düne fühlte ich mich an die Landschaft direkt hinter den Dünen im Ostseebad Dierhagen erinnert: Auch dort stehen Kiefern auf sandigem Boden und verströmen einen würzigen Duft. Wenn man sehr viel Phantasie spielen lässt, könnte man in der Schwanheimer Düne das ferne Rauschen des Straßenverkehrs für Meeresrauschen halten. Aber dieser Vergleich ist dann doch etwas verwegen. Jedenfalls scheint ist die Düne lange nicht so stark besucht wie der Ostseestrand; hier und da habe ich auch gelesen, dass die Schwanheimer Düne noch als Geheimtipp unter den Ausflugszielen in Frankfurt gilt.

Um zum Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne zu gelangen, empfehle ich die einzige Fähre im Stadtgebiet von Frankfurt, die binnen weniger Minuten das Höchster mit dem Schwanheimer Mainufer verbindet. Vom Schwanheimer Ufer aus sind dann auch nur 5-10 min Fußweg bis zur Düne.

Ansicht der Schwanheimer Düne in Frankfurt am Main