Blog

10 Jahre region + projekt: Wald-Minigolf, Standortquiz und Bootsrennen

Anfang dieses Jahres fiel mir auf, dass mein Büro region + projekt in diesem Jahr im August bereits zehn Jahre alt wird. Mein spontaner Reflex war: Das muss ich feiern! Dann kam jedoch das Corona-Virus und ich vergaß zunächst ganz schnell den Gedanken an eine Feier. Die Idee ließ mich allerdings nicht los, und spätestens im Mai war für mich klar: Ich werde feiern, wenn auch nicht auf herkömmliche Art. Sondern outdoor und mit wenigen Gästen, also ganz Corona-gerecht. Und zwar mit denjenigen, mit denen und für die ich bestens zusammenarbeite, mit denen ein Gespräch nie langweilig wird und die besonders gute Weggefährten waren in den vergangenen zehn Jahren. Eine perfekte Gelegenheit zum Dankesagen!

Am vergangenen Freitag war es soweit – und es war wunderbar. Allein schon deshalb, weil ich die meisten Gäste erstmals nach Monaten wiedergesehen habe, aber auch, weil alle einfach Spaß hatten. Wir sind eine Oberurseler Teilstrecke des geschichtsträchtigen Mühlenwanderwegs entlanggewandert, haben einiges über Oberursel neu gelernt, uns vergnüglichen Aktivitäten gewidmet und einfach viele gute Gespräche geführt.

Im Wald war eine Partie rustikales Wald-Minigolf angesagt. Hierzu hatten jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einen Tennisball bekommen und alle suchten sich einen „Minigolfschläger“, also einen passenden Ast. Dann spielten wir nach einer kurzen Übungsrunde alle vier vorbereiteten Parcours in Kleingruppen ab. Für besondere Lacher sorgten natürlich die Bälle, die im Urselbach landeten. Danke an Friederike Anslinger-Wolf, die das Spielfeld vorbereitet hatte! Die „Minigolfschläger“ konnten wir hinterher einfach im Wald zurücklassen.

In einem eigens von mir kreierten Standortquiz zeigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, was sie über Oberursel und die Region wissen. Die Fragen sorgten für einige Lacher, ein wenig Stirnrunzeln und auch Stolz auf die richtigen Antworten. Nicht alle wussten beispielsweise, dass sich 11 der insgesamt 28 Stationen der U-Bahnlinie U3 in Oberursel befinden und dass man in Oberursel (an der kleinsten Hochschule Deutschlands) Theologie studieren kann. Was ein „Hessenboller“ ist, wussten zu meiner Überraschung alle!

Nicht ganz so rasant wie ursprünglich geplant wurde es beim Bootsrennen. Denn der Urselbach, auf dem selbiges stattfand, führt derzeit aufgrund des trockenen Sommers nicht viel Wasser. Aber es reichte für die Kork-Boote, die wir direkt vor Ort selbst bauten, jeweils ausgestattet mit Logo-Fähnchen. Es war spannend bis zum Schluss!

Wir ließen den Nachmittag im gemütlichen Hof der Oberurseler Herrenmühle, in der sich mein Büro befindet, ausklingen. Catherine Obstétar hat uns kulinarisch hervorragend umsorgt. Schließlich gab es noch zwei Higlights: zunächst die Prämierung derjenigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die beim Wald-Minigolf, beim Standortquiz und beim Bootsrennen die meisten Punkte gesammelt hatten. Sie durften sich über eine Flasche Bier aus dem Alt-Oberurseler Brauhaus, einen Obstbrand aus der Oberurseler Brennerei Burkard und eine Packung frisch geröstete Kaffeebohnen aus dem Oberurseler Café del Castillo freuen.

Abschließend verriet ich meinen Gästen die Ergebnisse meiner Umfrage, die ich eigens erstellt hatte und in der ich nach Geheimtipps für Lokale, Veranstaltungsorte, Ausflugsziele und nachhaltigen Angeboten in der Region gefragt hatte. Diese werde ich bei Gelegenheit an dieser Stelle gern in einem extra Beitrag vorstellen.

Übrigens, was mich sehr freut: Als ich heute Vormittag ins Büro kam, stand auf meinem Schreibtisch ein wunderschöner bunter Blumenstrauß:

Eine Teilnehmerin meines Outdoor-Events hat ihn als Dankeschön geschickt, u. a. mit der Anmerkung, dass sie noch nie so ein schönes „Kundenevent“ hatte!

Fotos: Manuela Wehrle, Thorsten Wehrle. (C) region + projekt